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Tausend Jahre Hanoi 
Einen Drachen sah König Ly Thai To der Legende nach aus dem Wasser emporsteigen und gründete am. Roten Fluss eine neue Stadt. Ihr gab er den Namen Thang Long, „Aufsteigender Drachen". 2010 jährt sich die Gründung zum tausendsten Mal. Ihr Millennium wiH Vietnams Hauptstadt das ganze Jahr Ober ausgiebig zelebrieren. Die Feierlichkeiten gipfeln iß zahlreichen Veranstaltungen zwischen dem t. und 10. Oktober, darunter Ausstellungen, Filmvorführungen, Umzüge und Konzerte namhafter Orchester.

Wie aus einer anderen Zeit
Zum Beispiel der Altstadtkern der 36 Gassen: Sein Grundriss stammt aus dem 15. Jahrhundert und war einst streng nach den Quartieren der 36 Handwerks- und Handelszünfte untergliedert. Auch heute sind die schmalen Straßen oft noch nach Gewerbe und Waren geordnet, wird das Wissen der Berufsstände wie seit Jahrhunderten von Generati -n zu Generation weiter gegeben. Wie in der „Pho Hang Bac", der Gasse der Silberschmiede oder der „Pho Hang Ma", wo das Papiergeld hergestellt wird, das die Einheimischen an den Altären ihrer Ahnen verbrennen. Hinter den meist zweistöckigen Fassaden verbergen sich die legendären Tunnelhäuser - erstaunlich schmale und bis zu 80 Meter lange Gebäude, in denen oft bis zu 100 Menschen leben. Neben seinem mittelalterlichen Zentrum kann Hanoi sogar mit einer weiteren Altstadt aufwarten: Die steinernen Zeitzeugen der Kolonialzeit wie das Opernhaus, mehrere Kirchen, stuckverzierte Verwaltungsbauten und stolze Villen, in denen heute Botschaften residieren oder romantische Gourmetrestaurants eingezogen sind - und nicht selten mit exzellenter, französisch angehauchter Küche locken. Eine willkommene Belohnung nach der Erkundung der wichtigsten kulturhistorischen Attraktionen - wie etwa der Festungsanlage mit ihren Museen, dem Literaturtempel Van Mieu, der Einsäulen-Pagode oder dem Mausoleum von Landesvater Ho Chi Minh.

Alltag als spannende Straßenshow
Besonders faszinierend an Hanoi ist, wie sehr sich das Leben der Menschen im Freien abspielt - und nichts ist einfacher, als daran teil zu haben. Zum Beispiel in einem der populären Straßencafes bei einem traditionellen „Ca phe sua", der als Kaffee durch einen Blechfilter langsam in ein Glas mit süßer Kondensmilch tropft. Genügend Zeit, um den Blick umher schweifen zu lassen: etwa zu einer Männerrunde auf Miniaturmobiliar, die mitten auf dem Gehsteig dampfende Reissuppen löffelt oder zum Nachbartisch, wo eine andere Gruppe im Pyjama leidenschaftlich Karten spielt. Die Gemüsehändlerinnen an der Ecke indes plaudern angeregt unter ihren kegelförmigen Reishüten, während die Kinder gegenüber versuchen, eine verlorene Muschel aus dem Gulli zu fischen. Mit etwas Glück bleibt der Blick auch an einem Ohrenputzer hängen, der sich konzentriert einem der ältesten Berufe Asiens widmet...

Die besten Sehenswürdigkeiten

Literaturtempel

Literaturtempel
 Aus dem 1070 gegründeten und Konfuzius gewidmeten Literaturtempel entstand 1076 Vietnams erste Universität. Die Anlage besteht aus fünf Höfen, die durch Wege miteinander verbunden sind und 82 Stelen beherbergen, die von Steinschildkröten getragen werden. Auf den Stelen sind Inschriften mit den Namen, Geburtsorten und akademischen Errungenschaften der Studenten und Gelehrten angebracht. Die schattige Tempelanlage ist ein wunderbar friedlicher Ort und bietet eine angenehme Abwechslung zum lauten Straßenverkehr. Ein Spaziergang durch den Park und eine kleine Rast an einem der Lotus- und Seerosenteiche ist eine wunderbare Möglichkeit, die tolle Atmosphäre zu genießen.

One Pillar Pagoda

Einsaeulenpagode
Diese zauberhafte kleine Pagode wurde von Kaiser Ly Thai Tong aus Dankbarkeit errichtet, daß ihm seine Frau einen männlichen Nachkommen schenkte. Die Pagoda repräsentiert eine Lotusblume, ein Symbol der Reinheit.

 


Hoan Kiem See (See des Zurückgegebenen Schwertes)

Der romantische, im Zentrum der Stadt gelegene See ist nach e
 ine r Legende des Kaisers Ly Thai To benannt, der ein magisches Schwert besaß, das ihm von den Göttern geschenkt worden war. Eines Tages wurde es von einer riesigen goldenen Schildkröte gestohlen, die mitsamt dem Schwert in den Tiefen des Sees verschwand und es der Legende nach den Göttern zurückbrachte. In der Mitte des Sees befindet sich auf einer winzigen Insel der  Ngoc  Son Tempel. Die Insel kann man uber eine wunderschöne rote Brücke zu Fuß erreichen, von wo ma n eine tolle Aussicht über den See hat und wunderbar fotografieren kann.

Hoan_Kiem_See
Der See ist von einem schönen Park mit vielen alten Bäumen u mgeben, wo die Bewohner Hanois ge rne zum Jog gen und Morgensport kommen. Der Park eignet sich bestens, um zeitig am Morgen den Einheimischen beim Tai Chi zuzusehen oder um die vorbeiflanierenden Jugendlichen zu beobachten.

Tran Quoc Pagoda
Hanois älteste Pagode befindet sich auf einer winzigen Insel im Ho Tay oder West See. Das Viertel rund um den See hat sich in den letzten Jahren zu einer der schicksten Wohngegenden Hanois gemausert. Vor der wahrscheinlich aus dem 6. Jahrhundert stammenden Pagode kann man eine Steinstele aus dem Jahr 1639 bewundern.

Ho Chi Minhs Mausoleum
Dieses düstere und imposante Gebäude befindet sich auf der Westseite des ebenso imposanten Ba Dinh Platzes. Das Mausoleum ist Hanois meistbesuchte Sehenswürdigkeit, da jedes Jahr tausende von Vietnamesen hierher kommen und Onkel Ho, wie er gerne genannt wird, ihren Respekt zollen. Obwohl Ho Chi Minhs sterbliche Überreste sofort nach seinem Tod 1969 einbalsamiert wurden, wurde sein Körper erst 1975 öffentlich ausgestellt. Das Mausoleum stellt eine Art heiligen Wallfahrtsort dar und entsprechende Kleidung (keine kurzen Hosen, keine ärmellosen Blusen/T-Shirts oder sonstige Kleidung, die zu viel Haut zeigt), respektvolles Verhalten (es ist nicht erlaubt, die Hände in die Hosentaschen zu geben, Kopfbedeckungen müssen abgenommen werden, fotografieren und filmen mit Videokameras sind verboten, ebenso sprechen, lachen und jeglicher Lärm) werden von der Aufsicht strikt eingehalten. Besuchern ist es nicht erlaubt, Gegenstände jeglicher Art (inklusive Taschen und Kameras) in das Mausoleum mitzunehmen. Persönliche Gegenstände müssen beim Eingang zum Museum für die Dauer des Besuchs abgegeben werden.

Ethnologisches Museum

Rong_Haus_Ethnologisches_Museum
Obwohl sich das Museum in einem Außenbezirk der Stadt befindet, lohnt sich ein Besuch auf jeden Fall. Die Ausstellungen ziehen sich über zwei Stockwerke und gezeigt werden u.a. sehr gut erhaltene Sammlungen von Textilien, Werkzeugen, Schmuck, Alltagsgegenständen und Kunst von Vietnams vielfältigen ethnischen Minderheiten. Neben der permanenten Ausstellung gibt es immer wieder zeitlich begrenzet Spezialausstellungen. Im Freien befindet sich ein tolles Gelände mit mehreren Repliken von Hill Tribe Hütten. Das Museum dient auch als Forschungs- und Lehrzentrum. Es ist täglich außer Montag geöffnet und kann entweder mit öffentlichen Verkehrsmitteln (Bus #14) oder per Taxi (ca. 20 Minuten vom Stadtzentrum) erreicht werden.

Altes Viertel (Old Quarter)
Das Alte Viertel ist ohne Zweifel einer der faszinierendsten Stadtteile von Hanoi. Dieses traditionelle Viertel, das einstmals der Sitz der Handelsleute war, geht bis auf das 15. Jahrhundert zurück und hat bis heute viel von seinem Charme und ursprünglichen Charakter behalten. Trotz der bescheidenen Größe von rund einem Quadratkilometer ist es bis auf den letzten Zentimeter mit Geschäften, Leuten und Verkehr gefüllt und das bunte Treiben spielt sich hier täglich von frühmorgens bis spätabends auf den Straßen ab.

Die Namen der unzähligen engen Gassen und Straßen sind Jahrunderte alt und bezeichnen das jeweilige Handwerk, das hier praktiziert wurde. Bis heute wird in vielen Straßen immer noch das Handwerk ausgeübt, nach dem sie benannt sind, wie z.B. Papierprodukte, religiöse Gegenstände, Bambusprodukte und traditionelle Medizin, um nur einige zu nennen. Untertags finden so gut wie alle geschäftlichen Aktivitäten auf den Gehsteigen vor den Häusern statt. Hier werden Waren sowohl ausgestellt als auch produziert - von der Herstellung von Bambusleitern bis zur Gravur von Grabsteinen sieht man hier alles. Am Abend und in der Nacht benutzen die Bewohner die Gehsteige als "Terrassen", wo gekocht und gegessen wird und sich Familie und Freunde zu einem Glas Bier treffen. Als Besucher fällt es nicht schwer, hier Stunden, ja sogar Tage durch die Gassen zu wandern. Es gibt hunderte von Geschäften, Restaurants und Straßenhändlern, und es ist fast schon hypnotisierend, das bunte Leben auf dieser kleinen historischen "Insel" inmitten der Stadt zu bestaunen.

Im Alten Viertel findet man auch gut erhaltene Beispiele historischer Architektur, wie z.B. traditionelle Geschäftshäuser und Tempeln. Viele der alten Häuser haben extreme schmale Hausfronten (manche sind nur 2m breit), da sich früher Steuern nach der Breite der Häuserfront zur Straße hin richteten. Um die Schmalheit der Häuser auszugleichen, sind die meisten extrem lang nach hinten gebaut, was ihnen eine Art "Tunneldesign" verleiht. Nehmen Sie sich auf jeden Fall Zeit für einen Abendspaziergang durch das Alte Viertel, wenn das geschäftige Treiben des Tages einer angenehmen Stille weicht und die romantischen engen Gassen mit ihren faszinierenden alten Häusern zum Verweilen einladen. Eine wahrlich verzaubernde Stimmung!

Aktivitäten
Bia Hoi
In Hanoi sollte man es unbedingt den Einheimischen nachmachen und eines der vielen bia hoi oder Bierlokale ausprobieren. Diese sind meist einfache Lokale (die Gäste sitzen auf kleinen Plastiksesseln am Gehsteig), wo sich die Vietnamesen zum Plaudern auf ein oder zwei Glas Bier treffen. Manche bia hoi bieten auch vorzügliches und billiges Essen an. Die Bierlokale sind eine tolle Möglichkeit, am vietnamesischen Alltagsleben teilzunehmen, die Kultur abseits der Touristentrampelpfade kennenzulernen und sich mit Einheimischen zu unterhalten. Bia hoi gibt es in ganz Hanoi.

Wasserpuppentheater

Wasserpuppentheater
Die traditionelle Kunst der Wasserpuppen stammt ursprünglich aus dem Delta des Roten Flußes. Ein mit Wasser gefülltes seichtes Becken dient als "Bühne" für dieses laute und lustige Spektakel. Die bis zu den Oberschenkeln im Wasser stehenden "Schauspieler" sind durch bewegliche Paravents von den Zuschauern versteckt und bewegen mittels langen Holzstöcken eine Vielzahl von handgeschnitzten Wasserpuppen. Es werden stets traditionelle Märchen und Legenden aufgeführt, wobei die Darbietungen von einem Orchester und Sängern begleitet werden und in der Regel viel Wasser verspritzt wird. Die meisten Aufführungen beinhalten auch kleine Feuerwerke und sind äußerst unterhaltsam.

Essen
Hanois berühmtestes Gericht ist pho - eine sehr aromatische Suppe, die mit frischen Reisnudeln, dünnen Scheiben Rindfleisch und vielen frischen Kräutern serviert wird. Pho bekommt man so gut wie überall in Hanoi, von den besten Restaurants bis zu den kleinsten Garküchen. Eine weitere Sepzialität ist bun cha: kleine gegrillte Bällchen aus fein faschiertem Schweinefleisch, die man mit Reisnudeln und frischen Kräutern ißt. Man bekommt sie auch als Rindfleischvariante (bun bo) und mit Huhn (bun ga). Wie überall in Vietnam haben sich auch hier die Straßenköche auf die perfekte Zubereitung von jeweils einem oder zwei Gerichten spezialisiert. Garküchen und Straßenköche servieren in Hanoi außergewöhnlich gutes Essen, das ein authentisches Geschmackserlebnis garantiert. Man sollte aber immer darauf achten, nur wirklich ganz frisch zubereitete Speisen zu essen. Kaffee, ein Vermächtnis der französischen Kolonialmacht, ist extrem beliebt in Hanoi, was sich an der Unzahl von Cafes in der ganzen Stadt widerspiegelt. Während einfache Cafes nur vietnamesisch zubereiteten Kaffee servieren, bekommt man in westlich orientierten Cafes auch herrliche Mehlspeisen zu seinem Capuccino.

Einkaufen
Hanoi ist ein wahres Einkaufsparadies für handgefertigte Ethnowaren, Accessoires, Seide und andere Souvenirs. Die besten Angebote gibt es für Stickereien, schicke Seidenschals, Seidenlampions, Handtaschen, maßgeschneiderte Seidenkleider und Anzüge, elegante Lackwaren, Bambuschalen, Wasserpuppen, schöne Imitate von Antiquitäten, Textilien und handgeflochtene Körbe ethnischer Minderheiten aus dem Norden Vietnams. In den letzten Jahren hat sich in Hanoi auch eine sehr hippe Kunstszene mit vielen Gallerien etabliert, wo aufstrebende junge Künstler aus Vietnam ihre Werke präsentieren.

Hotels 

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Klima
Saisonales Klima mit sehr heißen, feuchten und schwülen Sommern (Mai bis September) und kalten, trockenen Wintern (November bis März). Im Sommer kann es bis zu 40C haben, während es im Winter empfindlich kalt werden kann (bis zu 6C). Die beste Zeit für einen Besuch ist im Herbst und frühen Winter, wenn es weder zu feucht noch zu kalt ist.

Reisenotizen
Hanoi ist wahrscheinlich unsere Lieblingsstadt in Vietnam. Es gibt so viel zu sehen und zu tun, aber es ist nicht so hektisch wie in Saigon. Vom Alten Viertel können wir nie genug bekommen...wir können stundenlang in den schmalen Gassen herumlaufen und das Leben auf den Straßen beobachten, die vielen interessanten Geschäfte erkunden und das großartige Essen der vorzüglichen Garküchen und Restaurants ausprobieren.

An unserem ersten Besuch in Hanoi kamen wir sehr zeitig in der Früh von Hue aus mit dem Zug an. Unser Hotelzimmer war noch nicht fertig, also spazierten wir zum Hoa Kiem See, wor wir in einem kleinen Cafe unser Frühstück genossen. Der Park rund um den See war voller Leute, die dort ihr morgendliches Tai Chi absolvierten oder ein paar Runden um den See liefen. Wir wußten sofort, hier gefällt es uns!

Die Stadt hat auch außerhalb des Alten Viertels so viel zu bieten. Der Liertaturtempel ist wunderschön und man sollte ihn auf jeden Fall besuchen. Man sollte sich Zeit nehmen und nicht durch die Anlage hetzen, denn der Park und die Seerosenteiche sind herrlich. Die One Pillar Pagode und Ho Chi Minhs Mausoleum sind ebenfalls einen Besuch wert und liegen nicht weit voneinander entfernt.

Obwohl ein Besuch der Wasserpuppenshow sehr touristisch anmutet, können wir ihn nur wärmstens empfehlen. Alleine die Musik ist den Besuch wert und die Vorführungen sind einfach

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discoverhoian_12Mar15


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